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Japanisch auf westlichen Computersystemen

Wir werden immer wieder gefragt, wie man mit "normalen" Computern - gemeint sind in der Regel Windows-PC Systeme - japanische Schriftzeichen verarbeiten kann. Hier haben wir Informationen zu diesem Thema zusammengetragen.

Die harte Lösung

Office 97, Internet Explorer 4

Microsoft Office 2000, Internet Explorer 5 - 6 unter Windows 98 oder NT

Windows 2000

Windows XP

Weitere Softwarelösungen

Neben den hier vorgestellten Lösungen gibt es noch die Möglichkeit, ein Windows-Betriebssystem mit einer Multilanguage User Interface-Erweiterung zu betreiben. Dieser Lösung haben wir eine eigene Seite gewidmet. Dieser Artikel bezieht sich im Wesentlichen auf Windows XP, verliert aber auch ein paar Worte über Windows Vista.


Die harte Lösung

Bei uns haben wir zwei getrennte Computer aufgestellt, einen mit einem japanischen und einen mit einem deutschen Windows-Betriebssystem, die über ein kleines Netzwerk miteinander verbunden sind. Für den japanischen Computer haben wir in Japan eine japanische Tastatur gekauft, die für die Eingabe japanischer Texte von Vorteil ist. Am Rechner ist ein Drucker angeschlossen, den wir in Deutschland gekauft haben. Man sollte versuchen, sich von der (japanischen) Webseite des Herstellers einen japanischen Druckertreiber herunterzuladen. Falls das nicht geht, tut es meistens auch der englische und mit etwas Glück auch der deutsche Druckertreiber. Im Internet kann man sich natürlich auch vor dem Kauf informieren, ob das Druckermodell auch in Japan verkauft wird. Probleme aus der DOS-Zeit, als Drucker noch einen eingebauten japanischen Font benötigten, gehören seit der Einführung von Windows zum Glück der Vergangenheit an.

Die Software haben wir komplett in Japan gekauft. Ein japanisches MS-Office Professional kostete uns nur 40.000 Yen, knapp 300 EUR. In Deutschland bezahlt man das Doppelte! (Das ist jetzt allerdings schon ein Weilchen her, und über die aktuellen Preise kann ich keine Aussage machen.) Wenn Sie sich beruflich mit der japanischen Sprache beschäftigen, ist dieses sicher die beste Lösung. Die japanische Software und eine japanische Tastatur können mit allergrößter Wahrscheinlichkeit auch in Düsseldorf in der Gegend um die Immermannstraße herum kaufen.

In Japan gab es früher viele Computer der Serie NEC 9800, die nicht kompatibel zum AT-Standard waren, und man mußte beim Kauf der Software darauf achten, daß man nicht versehentlich Software für diesen Typ erwischte. Heute sind AT-Computer in Japan genauso selbstverständlich wie bei uns und man bekommt eigentlich immer Software für AT-Computer. Trotzdem ist es vielleicht immer noch empfehlenswert darauf zu achten, denn zurückbringen wird schwierig, wenn man erst mal wieder in Deutschland ist. Oft befinden sich auch beide Versionen auf der CD und auf der Packung steht nichts.

Mit dieser Lösung sind Sie nicht auf Standard-Office Lösungen beschränkt, sondern können natürlich auch jede andere japanische Software laufen lassen. Ihr Desktop ist allerdings auf Japanisch. Wenn Sie aber primär auf Internet und Textverarbeitung aus sind und Geld sparen wollen, können Sie mittlerweile auch auf einem deutschen Betriebssystem mit Microsoft Office 2000 und Internet Explorer > 5  durchaus vernünftig arbeiten. Mehr dazu weiter unten.

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Office 97, Internet Explorer 4

Auf der CD von Office '97 gibt es im Verzeichnis \Cdzugabe\Fareast eine Datei namens Jpnsupp.exe. Dahinter verbirgt sich ein Installationsprogramm, das eine Unterstützung für japanische Schriftzeichen nebst einem japanischen Font auf Ihrem Rechner installiert. Damit sind Sie dann in der Lage, japanische Word-Dokumente zu lesen, aber auch mit dem Internet Explorer (zumindest mit der Version 4, SP1+) japanische Web-Seiten anzuschauen und mit Outlook-Express japanische E-Mails zu lesen. Für die Word-Dokumente sollten Sie aber darauf achten, daß diese einen Dateinamen ohne japanische Schriftzeichen haben, da sich Windows weigert, diese Dateien auf Ihr System zu kopieren! Es gibt auch japanische Web-Seiten (z.B. Yahoo Japan), die man mit dieser Lösung nicht anzeigen kann. Bei diesen Seiten fehlt meistens die Angabe

<HEAD>
...
<META HTTP-EQUIV="Content-Type" CONTENT="text/html; CHARSET=x-sjis">
...
</HEAD>

so daß das Add-On den Zeichensatz nicht automatisch erkennen kann. Für dieses Problem gibt es eine Lösung: Gehen Sie im Internet-Explorer auf das Menü "Ansicht / Internetoptionen" und dann auf den Tab "Erweitern". Rollen Sie die Liste nach unten bis zum Abschnitt "Symbolleiste". Dort aktivieren Sie die Option "Schaltfläche für Schriftarten anzeigen". Wenn sie das Einstellungsfenster wieder geschlossen haben, taucht in der Symbolleiste (die natürlich aktiviert sein sollte) ein Symbol in Form des Buchstabens A auf. Dort können Sie dann eine japanische Schriftart auswählen.

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Microsoft Office 2000, Internet Explorer 5 - 6 unter Windows 98 oder NT

Mit diesem Gespann können Sie jetzt endlich japanische Web-Seiten anschauen, japanische E-Mails lesen und schreiben, und japanische Texte mit Word lesen und schreiben. Es ist davon auszugehen, daß auch die übrigen Applikationen des Office-Packets jetzt japanische Schriftzeichen verkraften. Zum ersten Mal ist jetzt auch für den professionellene Bereich ein japanisches Windows nicht mehr unbedingt erforderlich.

Bei der Installation des Internet Explorers wählen Sie die benutzerdefinierte Installation. Installieren Sie die Erweiterungen für das Lesen und das Schreiben in japanischer Schrift. Auch unter Internet Explorer 5 werden wie auch bei Internet Explorer 4 nicht alle japanischen Seiten automatisch mit japanischen Schriftzeichen angezeigt. Um die japanisch Schrift für eine Seite anzeigen zu können, machen Sie folgendes. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Toolbar (die Schaltflächenleiste unterhalb des Menüs). Wählen Sie aus dem Popup-Menü "Anpassen". Sie bekommen dann ein Fenster, wo Sie aus den aus den "verfügbaren Schaltflächen" links die Schaltfläche "Codieren" in die "aktuellen Schltflächen" rechts verschieben müssen. Mit Hilfe dieser neuen Schaltfläche können Sie dann jederzeit die Seitenkodierung umschalten und sowohl deutsche als auch japanische Seite richtig anzeigen lassen.

Auch bei der Installation des Office-Packetes wählen Sie die benutzerdefinierte Installation. Installieren Sie aus dem Abschnitt "Internationale Unterstützung" mit:



Umschalten auf "Japanisch IME"


Installieren Sie außerdem das "Tool zur Spracheinstellung". Dieses Tool können Sie nach Abschluß der Installation verwenden, um Japanisch zu den in Word verfügbaren Sprachen hinzuzufügen. In Word stehen Ihnen dann die Schriftarten MS Mincho und MS Gothic zur Verfügung, mit denen Sie japanische Texte schreiben können. Sie können ihre Texte auch mit der universalen Unicode-Schriftart verfassen, was Ihnen in Zukunft helfen kann, Kompatibilitätsprobleme zu vermeiden.



Japanischer Eingabemodus


Im Normalfall rechts unten, dort wo auch die Uhrzeit angezeigt wird erscheint ein blaues Kästchen mit den Buchstaben De. Wenn Sie darauf klicken, und Sie befinden sich in einer Applikation, die japanische Eingaben entgegennehmen kann (Eingabefelder in Internetformularen, Mails in Outlook Express 5, und jetzt eben auch Word 2000), können Sie umschalten auf die Eingabe japanischer Schriftzeichen. Wählen Sie vorher ggf. einen der für die japanischen Schriftzeichen geeigneten Fonts aus.

Aus dem blauen De ist jetzt ein graues Ja geworden. Es erscheint ein zusätzliches kleines Fenster mit 3 quadratischen Schaltflächen, auf der linken steht ein A. Sie befinden sich jetzt im japanischen Eingabemodus, der aber noch für die Eingabe lateinischer Buchstaben eingestellt ist. Klicken Sie auf das A und wählen Sie aus dem Kontextmenü die oberste Option. Wenn Sie jetzt Eingaben machen, werden diese zunächst in japanische Hiragana umgewandelt und mit einer unterbrochenen Linie unterstrichen dargestellt. Mit der Leertaste veranlassen Sie eine Umwandlung in die chinesischen Kanji, wobei mehrere Tastendrücke unterschiedliche Möglichkeiten zur Auswahl stellen. Mit der Return-Taste bestätigen Sie schließlich Ihre Auswahl. Erst jetzt werden Ihre Eingaben an die Applikation übermittelt.

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Windows 2000

In Windows 2000 (getestet habe ich die Professional Edition, sollte aber auch mit der Standard bzw. Home Edition möglich sein) ist die Unterstützung für die japanische Sprache bereits enthalten. Sie braucht nur nachinstalliert und aktiviert zu werden. Starten Sie die Systemsteuerung (Start - Einstellungen - Systemsteuerung), und gehen dort dann in die Ländereinstellungen.

Auf der ersten Seite finden Sie unten den Kasten "Spracheinstellungen für das System". Dort wählen Sie "Japanisch" aus. Sie werden dann aufgefordert, die Installations-CD von Windows 2000 einzulegen. Von dort werden dann einige Dateien nachinstalliert. Anschließend müssen Sie das System neu booten. Dann gehen Sie wieder in die Ländereinstellungen und können jetzt unter "Einstellungen für den aktuellen Benutzer" auch japanisch auswählen.

Wenn Sie das einmal gemacht haben steht ihnen bei den Eingabemethoden auch "Microsoft IME 2000 (Japanese)" zur Verfügung, womit Sie nun z.B. auch in Word Dokumente auf Japanisch erfassen können. Die Eingabemethode ist auswählbar i.d.R. rechts unten in der Nähe der Zeitanzeige (Normalerweise sehen Sie dort ein blaues Quadrat mit den weißen Buchstaben "DE"). Wenn Sie z.B. in Word auf japanisch schreiben wollen, müssen Sie in Word außerdem einen Font auswählen, der für die japanische Sprache geeignet ist (z.B. MS Mincho oder MS Gothic).

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Windows XP



Öffnen Sie die Systemsteuerung und dort die „Regions- und Sprachoptionen“. Falls bei Ihnen in der Systemsteuerung zunächst die Aufforderung „Wählen Sie eine Kategorie“ erscheint, wählen Sie die Kategorie „Datums-, Zeit-, Sprach- und Regionaleinstellungen“ durch Doppelklick aus, dort finden Sie dann das Systemsteuerungssymbol mit dem Globus. Öffnen Sie es und wählen Sie auf der Seite „Sprachen“ das Kästchen „Dateien für ostasiatische Sprachen installieren“. Bestätigen Sie die Meldung durch klicken auf OK und klicken Sie dann in den Regions- und Spracheinstellungen auf „Übernehmen“. Dann werden die zusätzlichen Dateien installiert, wozu Sie möglicherweise Ihre WindowsXP-CD einlegen müssen. Danach muß der Rechner einmal neu gestartet werden. Nehmen Sie unbedingt die Windows-CD wieder aus dem Laufwerk, damit der Rechner nicht versehentlich von der CD bootet.





Danach gehen Sie wieder in die „Regions- und Sprachoptionen“ auf die Seite „Sprachen“ und klicken dort auf die Schaltfläche „Details…“. Im neu geöffneten Fenster „Textdienste und Eingabesprachen“ klicken Sie auf „Hinzufügen…“. Unter „Eingabegebietsschema“ können Sie jetzt Japanisch auswählen. Danach klicken Sie auf OK. Jetzt haben Sie bei den installierten Diensten Japanisch hinzugefügt. Klicken Sie dann auf die Schaltfläche „Eingabegebietsschema-Leiste…“ und wählen die Option „Zusätzliche Symbole oberhalb der Taskleiste anzeigen“ und bestätigen Sie Ihre Auswahl mit OK“. Schließen Sie jetzt alle Fenster der Systemsteuerung mit OK. Auch die Systemsteuerung selbst können Sie jetzt schließen.

Sie können jetzt z.B. Word öffnen. Unten auf der Taskleiste können Sie jetzt (statt DE) JP auswählen und bekommen damit die Unterstützung für eine japanische Tastatur. Mit der physikalischen deutschen Tastatur geht’s aber auch, es sind allerdings z.B. z und y vertauscht. Wesentlich ist jetzt noch, dass Sie den Inputmode „Hiragana“ auswählen und einen japanischen Font innerhalb von Word. Die Auswahl für den Inputmode erreichen Sie über das A, das rechts neben der Tastaturauswahl JP in der Taskleiste steht.

Interessant ist noch, dass man die Einstellungen an das Benutzerkonto koppeln kann. Dazu geht man wieder in die Systemsteuerung in die „Regions- und Sprachoptionen“. Auf der Seite „Sprachen“ unter „Details…“ kann man ein Standard-Eingabegebietsschema auswählen. Und auf der Seite „Erweitert“ (im Fenster „Regions- und Sprachoptionen“) kann man bestimmen, dass alle Einstellungen auf das aktuelle Benutzerkonto und das Standardbenutzerprofil angewendet werden sollen. Mit diesen Mitteln lässt sich ein Rechner konfigurieren, bei dem ein Benutzer normalerweise japanisch schreibt und der andere normalerweise auf deutsch.

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Weitere Softwarelösungen

Es gibt eine Reihe von Firmen, die Softwareerweiterungen für Windows anbieten, mit deren Hilfe man japanische Dokumente nicht nur darstellen kann, sondern auch bearbeiten oder neu erstellen. Oft enthalten die Pakete auch Lernhilfen für die japanische Sprache. Ich möchte hier Links zu einigen Anbietern bereitstellen damit Sie sich weiter informieren können.

Die Anbieter:

Twinbridge Software Corporation

UnionWay International Corporation

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Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am 09.10.2011
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